
Zwei Stunden, in denen Du nicht funktionieren musst
Du trägst Führungsverantwortung.
Damit gehören Situationen zu Deinem Alltag, in denen Du entscheiden, reagieren und Orientierung geben musst.
Manchmal gelingt das klar und selbstverständlich.
Und manchmal bleibt etwas zurück:
Ein Gespräch ist anders verlaufen als erwartet.
Ein Mitarbeiter reagiert völlig anders, als Du es nachvollziehen kannst.
Du bist überzeugt, richtig gehandelt zu haben – und stößt dennoch auf Widerstand.
Oder Du bemerkst, dass Du in ähnlichen Situationen immer wieder auf eine vergleichbare Weise reagierst.
Dann beginnt häufig die Suche nach einer Lösung:
Was hätte ich anders sagen sollen?
Welche Methode hätte geholfen?
Wie bringe ich die andere Person dazu, anders zu reagieren?
Der FREIsicht-Reflexionsraum beginnt an einer früheren Stelle.
Nicht zuerst beim Verhalten.
Sondern bei der Frage: Wie ist meine Wahrnehmung dieser Situation überhaupt entstanden?
Denn wir handeln nicht unmittelbar aus dem, was geschieht.
Wir handeln aus dem, was wir wahrnehmen und welche Bedeutung wir dem Wahrgenommenen geben.
Dieser Vorgang geschieht häufig so schnell, dass unsere Interpretation wie die Wirklichkeit selbst erscheint.
Im Reflexionsraum verlangsamen wir diesen Moment.
Nicht, um Deine Wahrnehmung für falsch zu erklären.
Sondern um sie beobachtbar und damit erweiterbar zu machen.
Warum FREIsicht?
FREIsicht vermittelt nicht das nächste Idealbild guter Führung.
FREIsicht arbeitet daran, dass Führungskräfte erkennen, was ihr gegenwärtiges Handeln erzeugt –
und wo eine andere Wirkung möglich wird.
FREIsicht interessiert sich für
Wahrnehmung → Bedeutung → Entscheidung → Wirkung
Wenn diese Wirklogik klar wird, entstehen Maßnahmen oft fast von selbst.
Ist der Erfolg mit FREIsicht meßbar?
FREIsicht verwendet keine standardisierte Persönlichkeitsmessung, sondern bietet einen begleiteten Erfahrungsweg an mit konkretem Organisationsbezug unter Verwendung weniger qualitativer Marker:
- Ist die Führungssituation klarer beschreibbar?
- Werden Annahmen und Beobachtungen besser getrennt?
- Entstehen andere Gespräche oder Entscheidungen?
- Wird Verantwortung eindeutiger übernommen?
- Verändert sich die Reaktion der Beteiligten?
Warum sollte ich mich anmelden?
Dieser Reflexionsraum kann für Dich passend sein, wenn Du eine konkrete Führungssituation besser verstehen möchtest, ohne sie vorschnell zu bewerten oder mit einer Standardlösung zu beantworten.
Vielleicht kennst Du einen oder mehrere dieser Momente:
Ein Gespräch beschäftigt Dich länger, als Du möchtest.
Du fühlst Dich missverstanden oder in Deiner Rolle infrage gestellt.
Du erlebst Mitarbeiter als unselbstständig, unmotiviert oder widerständig.
Du merkst, dass Du schneller korrigierst, kontrollierst oder entscheidest, als Dir eigentlich lieb ist.
Du erkennst ein wiederkehrendes Muster, kannst aber noch nicht genau greifen, wie es entsteht.
Du möchtest in schwierigen Situationen klarer handeln, ohne Dich zu verbiegen.
Der Reflexionsraum verspricht Dir keine schnelle Lösung.
Er bietet Dir etwas anderes:
Zeit, Aufmerksamkeit und einen geschützten Raum, in dem Du Deine eigene Wahrnehmung genauer beobachten kannst.
Das kann wichtig sein, weil neue Handlungsmöglichkeiten häufig nicht durch mehr Methoden entstehen.
Sie entstehen dort, wo Du beginnst, eine Situation anders oder umfassender wahrzunehmen.
Was geschieht in den zwei Stunden?
Du arbeitest mit einer eigenen, konkreten Situation aus Deinem Führungsalltag.
Schritt für Schritt erkundest Du:
Was ist tatsächlich geschehen?
Du unterscheidest zwischen dem, was beobachtbar war, und dem, was Du daraus geschlossen hast.
Welche Bedeutung ist bei Dir entstanden?
Du bemerkst, wie Du die Situation eingeordnet hast und welche Geschichte daraus entstanden ist.
Was hat Deinen Blick geprägt?
Du schaust auf mögliche Erwartungen, Erfahrungen, Rollenbilder, Bedürfnisse und Annahmen.
Was könnte außerdem möglich sein?
Du öffnest Deinen Blick für weitere Lesarten, ohne Deine erste Wahrnehmung abwerten zu müssen.
Was verändert sich dadurch?
Du prüfst, welche Entscheidungen und Handlungen aus einem erweiterten Wahrnehmungsraum möglich werden.
Der Prozess folgt einer einfachen Bewegung:
Wahrnehmung → Bedeutung → Entscheidung → Handlung → Wirkung → Erfahrung
Diese Bewegung wird nicht theoretisch vermittelt.
Du durchschreitest sie anhand Deiner eigenen Situation.
Was findet ausdrücklich NICHT statt?
Der Reflexionsraum ist:
- kein Vortrag,
- keine Schulung,
- kein Methodentraining,
- keine Gruppentherapie,
- keine öffentliche Fallberatung,
- keine Bewertung Deiner Führungsleistung.
Es gibt keine Musterlösung und keine richtige Sichtweise, die Dir vermittelt werden soll.
Auch ich, als Dein Erfahrungsbegleiter erkläre Dir nicht, was bei Dir „wirklich“ los ist.
Meine Aufgabe besteht darin, Fragen zu stellen, Unterschiede sichtbar zu machen und den Raum offen zu halten, in dem Du selbst erkennen kannst.
Was muss ich mitbringen?
Du brauchst keine Vorbereitung, keine Unterlagen und kein Vorwissen.
Hilfreich ist lediglich eine konkrete Situation aus Deinem Führungsalltag.
Am besten eignet sich eine überschaubare Szene, zum Beispiel:
- ein schwieriges Gespräch,
- eine unerwartete Reaktion,
- ein Konflikt in einem Meeting,
- eine nicht eingehaltene Vereinbarung,
- ein Moment, in dem Du korrigierend eingegriffen hast,
- eine Situation, in der Du Dich nicht verstanden gefühlt hast.
Bitte wähle keine Situation, die aktuell eine akute Krise oder schwerwiegende persönliche Belastung darstellt.
Der Reflexionsraum ist kein therapeutisches Format.
Was Du außerdem mitbringen solltest:
Neugier
Die Bereitschaft, Deine erste Sichtweise nicht sofort verteidigen zu müssen.
Ehrlichkeit
Nicht gegenüber der Gruppe, sondern zunächst Dir selbst gegenüber.
Offenheit
Die Bereitschaft, weitere Sichtweisen zumindest für möglich zu halten.
Geduld
Die Bereitschaft, eine Situation nicht sofort lösen zu müssen.
Was wird von mir erwartet?
Du musst Dich nicht erklären, rechtfertigen oder besonders offen zeigen.
Du entscheidest selbst:
- welche Situation Du einbringst,
- wie viel Du erzählst,
- was Du mit der Gruppe teilst,
- was bei Dir bleiben darf.
Erwartet werden nur vier Dinge:
Vertraulichkeit
Was im Raum persönlich geteilt wird, bleibt im Raum.
Respekt
Andere Erfahrungen werden nicht bewertet, korrigiert oder belächelt.
Zuhören
Wir hören einander zu, ohne sofort zu beraten oder Lösungen anzubieten.
Eigenverantwortung
Du bestimmst selbst Deine Grenzen und achtest darauf, was für Dich in diesem Rahmen stimmig ist.
Du darfst jederzeit eine Frage unbeantwortet lassen oder eine Übung nicht mit der Gruppe teilen.
Muss ich vor der Gruppe über meine Situation sprechen?
Nein.
Ein Teil der Reflexion findet still für Dich statt.
Einige Schritte werden in Zweiergesprächen oder in der kleinen Gruppe angeboten. Du entscheidest jedoch jederzeit selbst, was Du einbringst.
Der Raum lebt von Beteiligung, aber nicht von Offenlegungsdruck.
Es geht nicht darum, möglichst viel Persönliches zu erzählen.
Es geht darum, Deinen eigenen Wahrnehmungsvorgang bewusster zu beobachten.
Was kann ich mitnehmen?
Du nimmst keine allgemeingültige Lösung mit.
Du kannst jedoch etwas mitnehmen, das im Führungsalltag häufig wertvoller ist:
Einen genaueren Blick
Du kannst klarer unterscheiden, was tatsächlich geschehen ist und welche Bedeutung Du dem Geschehen gegeben hast.
Ein Bewusstsein für Deine Filter
Du erkennst möglicherweise früher, wie Erwartungen, Erfahrungen, Rollenbilder oder Annahmen Deine Wahrnehmung prägen.
Mehr innere Wahlmöglichkeiten
Du erlebst, dass zwischen einem Ereignis und Deiner Reaktion mehr Raum liegt, als im ersten Moment sichtbar war.
Neue Handlungsoptionen
Aus einer erweiterten Wahrnehmung können andere Fragen, Entscheidungen oder Gespräche entstehen.
Eine konkrete Erfahrung
Du nimmst nicht nur einen Gedanken mit, sondern eine selbst gemachte Erfahrung: Die Situation kann gleich bleiben – und dennoch kann sich mein Blick auf sie verändern.
Eine kurze Alltagshilfe
Du erhältst eine einfache Reflexionshilfe, mit der Du auch später innehalten kannst:
Was ist geschehen?
Was bedeutet es für mich?
Was wäre außerdem möglich?
Welche Wirkung möchte ich jetzt ermöglichen?
Was der Reflexionsraum NICHT verspricht
Der Raum löst nicht automatisch Dein Führungsproblem.
Er sorgt nicht dafür, dass andere Menschen sich verändern.
Er nimmt Dir keine schwierige Entscheidung ab.
Und er garantiert nicht, dass jede Situation danach leicht wird.
Was er ermöglichen kann:
Du erkennst genauer, aus welcher Wahrnehmung heraus Du handelst.
Dadurch kannst Du bewusster entscheiden, was Du verstärken, unterbrechen oder neu versuchen möchtest.
Für wen ist der Reflexionsraum geeignet?
Für Menschen,
- die bereits Führungsverantwortung tragen,
- die bald eine Führungsrolle übernehmen,
- die ihre eigene Wirkung genauer verstehen möchten,
- die bereit sind, auch die eigene Wahrnehmung zum Gegenstand der Reflexion zu machen,
- die keine Patentrezepte, sondern einen ehrlichen Erfahrungsraum suchen.
Weniger geeignet ist das Format, wenn Du:
- vor allem neue Führungstechniken kennenlernen möchtest,
- eine schnelle Lösung für das Verhalten anderer suchst,
- ausschließlich bestätigt bekommen möchtest, dass Deine Sichtweise richtig ist,
- aktuell eine therapeutische oder medizinische Begleitung benötigst.
FREIsicht-Schlusssatz
Du musst nicht sofort anders handeln.
Zuerst musst Du sehen können, woraus Dein Handeln entsteht.
FREIsicht – Räume, in denen Wahrnehmung bewusst wird.
