„Ich kann das nicht“ – oder: Wer sitzt wirklich im Fahrersitz?

Ausgangssituation

Eine erfahrene Führungskraft entwickelt ein neues Format.
Das Konzept ist durchdacht. Das Feedback positiv.

Und trotzdem taucht ein innerer Satz auf:
Das Konzept ist gut.
Ein anderer kann es erfolgreich umsetzen – ich nicht.


Erwartung an das Coaching-Gespräch:
• Analyse der eigenen Ängste
• Blick auf alte Antreiber
• Aufarbeitung vergangener Prägungen

Kurz: Ursachenforschung.

Was stattdessen passiert ist

Keine Analyse.
Keine Vergangenheitsarbeit.
Keine Motivationsrede.

Sondern eine einfache Struktur:
1. Stopp.
2. Wo stehe ich gerade innerlich?
3. Wer führt – Reaktion oder bewusste Entscheidung?
4. Was ist jetzt konkret wählbar?

Der entscheidende Moment

Es wurde sichtbar:

Der Satz „Ich kann das nicht“ war keine Realität. Er war ein automatisches Selbstbild.

In der Gegenwart gab es:
• keinen Beweis für Unfähigkeit
• keine reale Blockade
• nur eine gewohnte innere Geschichte

Der Wendepunkt war nicht Mut.
Nicht Motivation.
Sondern Klarheit:

Ich sitze im Fahrersitz.
Verantwortung und Freiheit liegen bei mir –
nicht in meiner Vergangenheit oder Zukunft.

Führungskern

Viele Führungskräfte glauben, sie müssten:
• Ängste analysieren
• Muster verstehen
• Antreiber auflösen

Das ist nicht falsch.
Aber es führt oft zu mehr Selbstbeschäftigung als zu Führung.

Entscheidend ist zuerst:
Wo stehe ich innerlich – und wer führt gerade?

Solange das unklar ist, führt entweder:
• Vergangenheit
• Zukunft
• Erwartungsdruck
• oder ein festgefahrenes Selbstbild.

Erst wenn das klar ist, entsteht echte Wahl.

Fazit für Führung

Führung beginnt nicht mit Strategie.
Sie beginnt mit Selbstpositionierung.

Nicht:
Warum bin ich so?

Sondern:
Wer führt gerade – und entscheide ich das?

Das Gespräch verlief anders als erwartet, weil nicht das Problem analysiert wurde.

Sondern die Führung geklärt.

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